FAQ: MOTTEN BEKÄMPFEN AUF PFLANZLICHER BASIS

Motten - allgemeine Informationen

Viele denken, dass Kleider- oder Teppichmotten durch unsaubere Wohnungen entstehen oder angezogen werden. Dies ist nicht der Fall, da Motten angeflogen kommen, über kontaminierte Textilien eingeschleppt werden oder z.B. in einer Garderobe von einem Mantel zum andern wandern. Motteneier die eingeschleppt werden, können bis zu einem Jahr inaktiv verharren.


Nach den sorglosen Ausschweifungen des Chemie- und Kunststoffzeitalters findet seit einigen Jahren ein Umdenken zu mehr Umweltbewusstsein und eine Suche nach unbelasteter Natur statt. Dies hat zur Folge, dass es immer mehr "giftfreie Naturprodukte" gibt und beispielsweise Teppiche fast zu 100% ohne Mottenschutzchemikalien auf den Markt kommen.


Unter Motten versteht man die Familie der Kleinschmetterlinge (Tineidae), von denen es eine große Anzahl der unterschiedlichsten Arten gibt. Den Teppichen gefährlich werden hauptsächlich Teppichmotte (Tineola tapetiella), Pelzmotte (Tineola pelionella) und die Kleidermotte (Tineola biselliella). In der heutigen Zeit der wohltemperierten und trockenen Wohnungen haben wir es besonders oft mit der Kleidermotte zu tun, während die Pelz- und Teppichmotte mehr Feuchtigkeit und Kühle bevorzugen.


Mottenschmetterling, Mottenplage

Motten gehören zur Ökopolizei der Natur

Motten ernährten sich ursprünglich von alten Haaren, Häuten und Fellen und entsorgten diese. Für unsere in Höhlen wohnenden Vorfahren waren sie nützliche Begleittiere, denn die ständig in Gebrauch befindlichen Fellen blieben verschont. Unsere Teppiche werden heute daher meist auch nur an den ruhigen, dunklen Stellen "entsorgt". Der natürlichste Mottenschutz ist Bewegung und Helligkeit. Deshalb geht eine große Gefahr von alten, nicht mehr benutzten Kleidungsstücken, Polstersesseln und Wolldecken aus.


Der Lebenszyklus der Motten

Die Kleidermotte besitzt eine gelblich-glänzende Farbe, ist 4-9 mm lang mit einer Spannweite bei ausgebreiteten Flügeln von 5-14 mm. Das Weibchen ist etwas größer als das Männchen. Der Mottenschmetterling verursacht keine Fraßschäden und lebt nur etwa 16 Tage.


Lebenzyklus der Teppichmotte - Bitte klicken für Vergrösserung

Ein begattetes Mottenweibchen legt in dieser Zeit etwa 200 bis 500 Eier ab, vorzugsweise in Florgassen, Gewebevertiefungen und im Randbereich. Die Eier sind etwa 0,5 mm groß und weiß. Nach der Eiablage dauert es drei Tage bis vier Wochen, abhängig von der Wärme, bis die Larven schlüpfen.


Teppichmotten Eier


Die frisch geschlüpfte Raupe ist 1 mm lang und erreicht am Ende ihrer Entwicklung fast 1 cm Länge. Die Larven fressen und richten den eigentlichen Schaden an, bis zu Verpuppung. Dabei spinnt sich die Larve in einen Kokon ein. Während dieser Zeit nimmt die Larve keine Nahrung mehr zu sich. Sie ernährt sich von Eiweißstoffen, die im Fettkörper eingelagert sind. Wie viel Zeit die Verpuppung dauert, hängt auch von der Temperatur ab. Es sind zwei Wochen bis zu drei Monaten. Die geschlüpfte Brut einer Motte kann bis zu 49 kg Wolle fressen!


Teppichmotten Larven


Zur Verpuppung kriecht die Raupe an die Oberfläche des befallenen Teils damit der fertige Falter ungehindert Schlüpfen kann. Er schlüpft nach einer Ruhezeit von zwei bis sechs Wochen.


Mottenlarve verpuppt


Motten lokalisieren

Meist sind fliegende Motten das Alarmsignal und Brut und Larven werden erst später entdeckt.


Mottenfallen, Pheromonfallen von Jeikner


Mottenfallen (Pheromonfallen) enthalten einen weiblichen Sexuallockstoff, der paarungsbereite Männchen anlockt. Man sollte mehrere Mottenfallen in der Wohnung aufstellen. Dadurch werden die Männchen angelockt und bleiben daran kleben. Eine Lösung für das Mottenproblem ist das allerdings nicht. Zwar sind die Männchen tot und können keine Weibchen mehr begatten. Doch die befruchteten Weibchen legen weiter ihre Eier ab. So entwickelt sich die nächste Generation.


Anwendung TAPI-MOTTENFALLE

Aktivieren Sie die Mottenfalle gemäß Anleitung. Klebstoff und Pheromon-Lockstoff sind ungiftig für Mensch und Haustier.

Stellen Sie die Fallen dort auf, wo Motten vermutet werden und diese die Fallen gut anfliegen können, z.B. auf Schränken oder Regalen. Nicht in Zugluft oder auf den Boden stellen.

Pro Raum oder 60 m² Fläche benötigen Sie eine Falle.

Der Lockstoff hat eine Wirkzeit von 60 bis max. 90 Tagen, dann sollten Sie die Fallen unbedingt erneuern. Die alten Fallen können über den Hausmüll entsorgt werden.


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Nun gilt es die Stellen mit den Larven und Eiern zu suchen. Meist befinden sie sich in einer Stelle, die normalerweise niemand betritt. Bevorzugt werden ruhige Orte wie z.B.

Motten erkennen

Kleider- und Teppichmotten erkennen Sie folgendermaßen

Welche Teppiche sind besonders gefährdet?

Primär Teppiche, die naturbelassen, minimal gewaschen oder kaum veredelt sind, Teppiche mit groben Wollen, lockerer Textur, Preiswert-Teppiche, bäuerliche oder nomadisch-rustikale Ware sowie intensiv nach Wolle oder Wollschweiß riechende Teppiche sowie Teppiche die wenig bewegt werden. Weniger attraktiv für Motten sind chlorgewaschene Teppiche, feine Knüpfungen, z. B. persische Klassisch-Ware. Natürlich ist das kein 100%-iger Schutz, auch bei diesen Teppichen sind Vorbeugemaßnahme angebracht.


Motten fühlen sich auch durch häufiges Begehen, Staubsaugen und Helligkeit gestört.


Motten im Teppich bekämpfen - Licht mögen Motten nicht Motten im Teppich bekämpfen - Benutzung  mögen Motten nicht

Motten bekämpfen

Hohe Temperaturen ab 60°C und Temperaturen unter -15°C überleben Motten und deren Eier und Larven nicht. Falls ein Waschen bei 60°C nicht möglich ist, kann man Textilien und kleine Teppiche einige Tage in den Gefrierschrank legen. Bei größeren Stücken kann auch ein Fön in der höchsten Stufe helfen.


Motten im Teppich bekämpfen - Hitze tötet Motten Motten im Teppich bekämpfen - Kälte tötet Motten


ContraMott hat abtötende und austreibende Wirkung. Es vertreibt auch Teppichkäfer und Ameisen ohne Ihre Gesundheit zu beeinträchtigen.


Anwendung CONTRAMOTT Mottenspray

Besprühen Sie den Teppich Bahn für Bahn mit CONTRAMOTT und bürsten Sie es gründlich ein. So arbeiten Sie den ganzen Teppich ab, bis er vollständig eingesprüht ist. Bei losen Teppichen, wie z.B. Orientteppichen, empfehlen wir, auch die Rückseite einzusprühen.


Wenn Sie an einer Stelle Mottenbefall feststellen, müssen Sie davon ausgehen, dass sich die Motten in der ganzen Wohnung eingenistet haben. Deshalb unbedingt alle Teppiche und Möbel mit Wollanteilen im Gewebe behandeln!


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Reinigungs- und Mottenwäsche

So behandeln wir einen Mottenteppich

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Motten ohne chemische Mittel bekämpfen

Die sicherste Alternative gegen Motten in Teppichen sind Seidenteppiche, denn Seide wird verschmäht.


Die natürlichen Feinde sind Spinnen, Bücherskorpione und Schlupfwespen. Die beiden ersten hat man nicht so gern in der Wohnung. Die Bekämpfung mit Schlupfwespen dauert eine gewisse Zeit ist aber eine sehr gute Methode.


Motten natürlich bekämpfen mit Spinnen Motten natürlich bekämpfen mit Schlupfwespen


Viele stehen Schlupfwespen nach wie vor skeptisch gegenüber. Sie denken, dass die Insekten stechen. Das ist aber nicht richtig. Die Tiere sind nur 0,4 mm groß, also gerade noch mit bloßem Auge zu sehen. Die Anwendung ist denkbar einfach. Die Tiere können im Internet bestellt werden. Die Motten sind ihre Nahrung und wenn sie nicht sofort ausgesetzt werden, verhungern sie.


Schlupfwespen gehören zu den erstaunlichsten Lebewesen im Tierreich. Die Schlupfwespe Trichogramma evanescens ist ein Parasitoid, das heißt, sie ernährt sich vom Wirt und tötet diesen schließlich. Der Hausbesitzer bekommt davon gar nichts mit. Er merkt nur, dass die Motten immer weniger werden und schließlich vollkommen verschwinden.


Diese Nützlinge sind für Menschen und Haustiere unschädlich, stechen nicht und fliegen selten, daher fallen sie kaum auf.


Zukünftigen Befall verhindern

ContraMott kann nicht nur für die Bekämpfung sondern auch vorbeugend verwendet werden. Teppiche werden eingesprüht, in Schränken können Sie kleine Schälchen aufstellen oder einen kräftigen Stoff oder Pappe mit ContraMott besprühen und in den Schrank hängen.


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Austreibende bzw. abhaltende Wirkung auf Motten haben auch Lavendelsäckchen und Zedernholzstücke. Sie bieten einen vorbeugenden Schutz, haben aber keinerlei abtötende Wirkung.

Lavendelsäckchen - Hausmittel gegen Motten mit austreibender Wirkung


UVA-Licht-Lampen wie sie gegen Mücken und andere Fluginsekten empfohlen werden, funktionieren bei Teppichmotten nicht, da diese das Licht meiden.


Das in Mottenkugeln enthaltene Naphtalin hat nur austreibende Wirkung, gilt als möglicherweise krebserzeugend und sollte nicht verwendet werden.


Mottenkugeln sind eventuell für den Menschen schädlich


Motten & Co.... wer ist Co?

Der wollfressende Kollege der Motte ist der gebänderte Teppichkäfer. Er wurde Anfang letzten Jahrhunderts aus dem Sudan und Indien eingeschleppt und lebt im Frühjahr und Sommer als Pollenfresser auf Blüten. Zur Eiablage fliegen die Weibchen in Wohnungen und legen etwa 20 Eier ab. Schon nach wenigen Tagen schlüpfen die behaarten Larven. Sie bevorzugen trockene, tierische Produkte wie Wollstoffe, Teppiche, Filze und Pelze. Die Larven sind lichtscheu und halten sich abseits von ihren Fraßstellen hinter Fußleisten, Schränken und anderen Schlupfwinkeln versteckt. Sie werden etwa 6 mm lang, und haben einen braun-gelben Streifen um den ringsumlaufenden Haarpelz. Die Zerstörung der Wolle durch die Teppichkäferlarven geht noch rascher voran als bei den Teppichmotten. Der Teppichkääer erinnert im Aussehen an einen Mini-Kartoffelkäfer und ist nur 3 bis 4,5 mm groß. Er ist durch eine dreibändige, verschwommene Rückenzeichnung zu identifizieren.


Auch das bekannte Silberfischchen kann für Teppiche gefährlich sein, da es sich von manchmal in Teppichen vorhandenen Stärkesubstanzen ernährt. Diese sind besonders häufig in indischen Teppichen zu finden, da diese gern mit stärkehaltiger Appretur behandelt werden. Dabei kommt es zu starken Schäden vorzugsweise an der Seitenkettelung.


Der Messingkäfer ist von spinnenartiger Gestalt und wird 2,5 bis 5 mm groß. Sie sind messingfarben und flugunfähig. Der Messingkäfer hat ein breites Nahrungsspektrum und frisst Getreide, Trockenfrüchte, Leder, Kleidung, Wolle und vieles mehr. Er ist überall anzutreffen, in Lampen, Geschirr, Schränken und Lebensmitteln. Der Messingkäfer kommt besonders häufig in den Decken von alten Häusern vor. Die Vernichtung mit amorphen Silikatstäuben sollte dem Fachmann überlassen werden.


Teppichschädling Teppichkäfer Teppichschädling Messingkäfer


Auszugsweise aus dem Mottenbericht der Jeikner GmbH (27.10.95).